letztes Update:
10.05.2004
  Chancen und Risiken der Aktienanlage
   
 

Mit Sicherheit stellt die "Aktie" eine gute, wenn nicht sogar die beste Form der Geldanlage dar. In der Vergangenheit erzielten Aktien die höchsten Renditen. Keine andere Anlageform (festverzinsliche Wertpapiere, Lebensversicherungen, Immobilien ...) performte besser. Und daran wird sich in Zukunft kaum etwas ändern!

Aktien bieten, im Vergleich zu den oben aufgeführten geldwerten Anlagen, noch einige Vorteile.

 
 
  • Kursgewinne sind, bei Wahrung der Spekulationsfrist, steuerfrei.

  • Aktien sind liquide. An- und Verkauf lassen sich sehr schnell realisieren. Damit wird Eigenkapital nicht, wie bei einer Immobilie, langfristig gebunden, sondern steht nahezu auf Abruf bereit.

  • Aktien sind flexibel. Diese Flexibilität bietet dem Anleger die Möglichkeit zielgerichtet, individuell und unmittelbar, entsprechend seinen Vorstellungen, zu handeln.

  • In den letzten 20 Jahren lag die durchschnittliche Rendite deutscher Standardwerte (DAX-Werte) bei 10% per anno. Mit festverzinslichen Wertpapieren konnten durchschnittlich (nur) 6% erreicht werden.

Um aufzuzeigen, wie sich dieser Renditeunterschied in der Praxis auswirkt, ein kleines Rechenbeispiel .Ein Anleger will einmalig 10.000 Euro investieren. Wieviel bekommt er dann nach 5, 10, 20 Jahren ausbezahlt, falls er diesen Betrag entweder in festverzinsliche Wertpapiere zu 5%, oder in Aktien, die im Schnitt 10% rendieren, anlegt?

5% Rendite
 
10% Rendite
- 5 Jahre
12.763 Euro
 
16.105 Euro
10 Jahre
16.289 Euro
 
25.937 Euro
20 Jahre
26.533 Euro
 
67.275 Euro
 

Die Rechnung beweist:

Nach 20 Jahren hätte ein Anleger, der 10.000 Euro in Aktien investierte, die 2,5 fache Summe auf seinem Konto. Kritische Zeitgenossen werden jetzt einwenden, daß es ja gut möglich wäre, daß eine Firma pleite geht, von der man Aktien gekauft hat. Das kann natürlich geschehen - auch wenn dieser Fall eher selten ist. Daher sollte ein kluger Investor sein Geld grundsätzlich auf mehrere Werte verteilen.

Auch dazu ein Beispiel:

Ein Anleger will 50.000 Euro über 20 Jahre investieren. Im ersten Fall kauft er festverzinsliche Wertpapiere, die zu 6% verzinst werden. Im anderen Fall kauft er fünf verschiedene Aktien zu je 10.000 Euro. Annahme: Die erste Firma geht pleite, die Aktien werden wertlos, die 10.000 Euro sind verloren. Die zweite Aktie erfährt keinerlei Wertsteigerung, d.h. nach 20 Jahren sind die Papiere auch nur 10.000 Euro wert. Der dritte Wert steigt um 5%, der vierte um 10% und der letzte um 15% pro Jahr. Wieviel ist in beiden Fällen nach 20 Jahren aus den 50.000 Euro geworden? Aus den 50.000 Euro, angelegt in festverzinslichen Wertpapieren zu 6%, wurden 160.360 Euro.

Und wie sieht es bei den Aktien aus?
Einsatz
nach 20 Jahren
1. Wert
10.000 Euro
0 Euro
(Totalverlust
2. Wert
10.000 Euro
10.000 Euro
(0%)
3. Wert
10.000 Euro
26.530 Euro
(5%)
4. Wert
10.000 Euro
67.270 Euro
(10%)
5. Wert
10.000 Euro
163.670 Euro
(15%)
     

 

Obwohl in diesem Beispiel die Renditevorgaben der Aktien bewußt niedrig angesetzt wurden, sind aus den 50.000 Euro in Summe 267.470 Euro geworden - also 100.000 Euro mehr als mit den festverzinslichen Wertpapieren! Allein der Ertrag der Aktie, die durchschnittlich 15% einbrachte, genügt, um mit den Festverzinslichen gleichzuziehen, und das bei nur einem 1/5 des Kapitaleinsatzes. Diese Beispiele verdeutlichen recht anschaulich, welches Potential in Aktien steckt. Man kann mit relativ wenig Geld ein kleines Vermögen aufbauen.

  Risiken
 
 


Natürlich steht den größeren Gewinnchancen auch ein höheres Risiko gegenüber. Gerade die letzten Jahre zeigten deutlich, daß die Börse keine Einbahnstraße ist. Ab und an kommt es zu größeren Kurseinbrüchen. Auch in der Vergangenheit gab es einige Börsenphasen, in denen mit Aktien offensichtlich nichts oder nur wenig zu verdienen war.

Wer beispielsweise das "Glück" hatte Ende 1969 dt. Standardwerte zu kaufen, mußte bis 1983 warten, um seine Einstandspreise wieder zu sehen! Und wer 1990 in japanische Aktien investierte, sitzt noch heute auf hohen Verlusten.
Richtig ist, daß der dt. Standardwerteindex DAX 13 Jahre brauchte, um die Höchstmarke des Jahres 1969 zu übertreffen und, daß der Nikkei noch heute weit unter seinem Hoch von 1990 notiert. Aber wer daraus schließt, in solchen Börsenphasen wäre es fast unmöglich, Geld zu verdienen, der irrt. Die Performence eines Index sagt wenig über die Entwicklung seiner einzelnen Werte aus. Zu jeder Zeit gibt es Aktien, die im Kurs steigen. Es kommt nur darauf an diese zu finden und zu kaufen.

Mit der richtigen Aktienauswahl ist es prinzipiell möglich, in fast jeder Börsensituation Geld zu verdienen. Es sollen hier keineswegs die Risiken heruntergespielt werden. Nur überwiegen auf lange Sicht die Chancen deutlich. Natürlich ist auch nicht ratsam, sein ganzes Geld in Aktien zu investieren. Aber einen angemessenen Teil seines Kapitals sollte jeder in Aktien anlegen. Wer dies nicht macht beraubt sich selbst einer guten Möglichkeit, mehr aus seinem Geld zu machen!

 
 
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